Sylvari

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Das Böse bedroht Tyria, doch unser Traum wird uns durch die Finsternis führen ... zum Morgengrauen.

Caithe


frühe Grafik zweier Sylvari
Der Baum der Sylvari aus dem ursprünglichen Guild Wars

Die Sylvari sind ein junges, neugieriges Volk welche aus einem Baum in der Arborbucht entstanden ist. Dieser Baum wurde von Ventari und Ronan gepflanzt, einem Zentauren und einem Menschen, welche der Gewalt entkommen wollten, in der Tyria versank.

Die Sylvari erwachten mit dem Beginn eines neuen Zeitalters in Tyria. Sie sind ein unschuldiges Volk, die mit Dingen wie Kummer, Argwohn und Hass noch keinen wirklichen Kontakt hatte. Es scheint, dass sie eine Antwort auf das Auftauchen der Drachen sind. Sie glauben daher, dass es ihre Pflicht sei, diese zu bekämpfen.

Sylvari haben eine angeborene Bindung zu Pflanzen und untereinander, über den Traum der Träume. Innerhalb dieses Traumes besteht auch einen dunkler Teil, ein Albtraum. Dieser Albtraum hat sich als der Nightmare Court manifestiert, eine Fraktion der Sylvari, die sich gegen ihre eigene Art gewendet hat.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Es gab eine Zeit, in der ich diese Welt verfluchte, weil sie mir alles genommen hat, was ich je besaß und liebte. Doch seit ich hier lebe, beginne ich zu verstehen, dass unsere Erinnerungen - auch die schmerzhaften - die Samen unserer Identität sind. Sie formen unser Wachstum.

— Ronan, Mensch, früher von der Glänzenden Klinge

Die Geschichte der Sylvari beginnt mit einem Menschen und einem Zentauren. Der Mensch war Ronan, ein Krieger der Glänzenden Klinge. Als er von seiner Patrouille getrennt wurde, entdeckte er eine Höhle voller merkwürdiger Samen, die von mächtigen Pflanzenwesen bewacht wurde. Er nahm einen dieser Samen, um ihn seiner Familie zu schenken. Als er jedoch zuhause ankam, musste er mit Schrecken feststellen, dass sein gesamtes Dorf vom Weißen Mantel und seinen mächtigen Möchtegerngöttern, den Mursaat, abgeschlachtet worden war. Voller Trauer pflanzte er den Samen auf ihren Gräbern und schwor, nie wieder zum Schwert zu greifen.

Ventari, ein alter Zentaure, der die andauernden Konflikte ebenfalls leid war, schloss sich Ronan an. Gemeinsam gründeten sie eine kleine Gemeinschaft, eine Zuflucht für alle, die in einer grausamen Welt nach Frieden suchen. Aus dem Samen wuchs ein großer und stolzer Baum, unter dessen Zweigen Menschen und Zentauren ein Leben in Frieden führten. Mit der Zeit verstarb Ronan und auch der alte Ventari folgte ihm nach. Doch bevor er sein Leben hinter sich ließ, schnitzte der Zentaure seine Lehren in eine Marmortafel und legte sie zwischen den Wurzeln des Blassen Baums ab. Danach ging der älteste und weiseste der Zentauren von dieser Welt.

Der Baum wuchs und warf seinen Schatten über die Gegend, und schon bald trug er Früchte. Und im Herz dieser Früchte schlummerten die ersten Sylvari. Der blasse Baum wiegte sie sicher, sang ihnen Lieder vor und erzählte ihnen alles, was er von der Welt wusste. Er hegte einen Traum, der der Traum aller Sylvari sein sollte, ein Traum vom Leben der Menschen und der Weisheit der Zentauren. Als diese Sylvari als Erstgeborene das Licht der Welt erblickten, wussten sie schon ein wenig über sie und brannten darauf, mehr zu erfahren.

Auf den ersten Blick sehen die Sylvari menschlich aus, doch schon der zweite Blick straft diese Annahme Lügen. Ihr Fleisch besteht aus Ranken und Blättern, ihr Haar aus Laub und Blüten und ihre Knochen aus festem Holz. In ihren Adern fließt goldenes Harz und ihre Haut ist mit Pollen bedeckt. Wenn sie als Erwachsene geboren (oder wie sie sagen „erweckt") werden, wissen sie bereits einiges über die Welt um sie herum. Vom ersten Augenblick an verfügen die Sylvari über ein angeborenes Ehrgefühl, unstillbare Neugier und das Bedürfnis, alles zu erforschen.

Und jeder Sylvari, der erforscht und etwas über die neue Welt erfährt, trägt dieses Wissen zum Blassen Baum, der es in seinen Liedern mit einer neuen Generation teilt.

[Bearbeiten] Körperliche Merkmale

Die Sylvari sind ein pflanzliches Volk, dessen Anatomie an Menschen erinnert. Ein Grundgedanke des Designs war es, keine Menschen in Blätterkostümen zu erschaffen, sondern menschliche Züge durch stimmig gewachsene Pflanzenteile zu formen. Entsprechend bestehen ihre Körper nicht einfach aus aneinandergesetzten Einzelteilen, sondern bilden eher ein fließendes Gesamtgebilde, welches von mehreren Wachstumsknoten ausgeht. Der Hauptwachstumsknoten liegt etwa dort, wo sich beim Menschen das Steißbein befindet, das entsprechende Gegenstück, also sozusagen die „Spitze“ (wie bei etlichem Obst oder Gemüse), bildet das Pendant zum Bauchnabel des Menschen.

In der Spielwelt wird das menschenähnliche Aussehen darauf zurückgeführt, dass der Blasse Baum während seines Wachstums zum Großteil Menschen gesehen hat, wie zum Beispiel Ronan, welcher den Baum gepflanzt hatte. Eine Theorie der Asura besagt, dass der Baum die Überreste der Vorfahren Ronans aufgenommen hat, auf deren zerstörter Stadt er gepflanzt wurde.

Es gibt zwei grundlegende Typen der Körpergestaltung, welche als Sommer und Winter „Skin“ bezeichnet werden. Die Sommervariante ist reich an Blättern, Ranken, teils Blumen und allgemein eher frischen, insbesondere grünen Farben. Die Wintervariante hingegen ist eher mit knorrigen Wurzeln, Rinde bzw. allgemein eher kargen Pflanzenteilen gestaltet und in braunen Farbtönen gehalten. Diese Einteilung ist jedoch losgelöst von der Differenzierung der Sylvari in vier Jahreszeiten zu sehen, sie stellt lediglich Gestaltungsmöglichkeiten für den Spieler dar.

Die Sylvari haben keine inneren Organe, können aber Essen und Trinken aufnehmen. Alkoholische Getränke haben somit einen Einfluss auf ihre Verfassung. Wenngleich Sonnenlicht stärkend auf sie wirkt, betreiben sie keine Photosynthese wie andere Pflanzen. Da sie anstelle von Blut einen klebrigen Saft besitzen, haben sie auch keinen Puls oder Blutdruck. Rüstung und Kleidung lassen sich die Sylvari in Form von Blüten, Blättern und Reben zum Großteil wachsen. Manche Sylvari tragen aber auch Rüstungen, die von anderen Völkern hergestellt werden und weben sich selbst traditionelle Kleidung aus Stoff und ähnlichen Materialien. Wie auch die Menschen bedecken sie bestimmte Körperregionen wenn es ihnen angemessen erscheint.

Aufgrund ihres Physis haben sie allerdings auch mit den typischen Gepflogenheiten anderer Völker zu kämpfen, da diese aufgrund der Geschlechter den Sylvari typische Geschlechterrollen zuschreiben, was die Sylvari mitunter verwirrt, ihnen peinlich ist, Augenrollen verursacht und zuletzt auch teilweise dazu führt, dass sie die anderen Völker als ein wenig "rückständig" in dieser Hinsicht betrachten. Die meisten dieser Fehlinterpretationen sind jedoch gutwillig und rühren eher von Unwissenheit als von Bigotterie her, und deswegen nutzen beide Seiten sie als Mittel, um mehr über einander zu lernen.

Ein Sylvari wird nicht so geboren, wie es bei anderen Völkern der Fall ist. Während die Kinder anderer Völker in den Leibern ihrer Mütter ruhen, ruhen die Sylvani in Kokon-Ähnlichen Gebilden des Blassen Baumes. Wenn sie nun auf die Welt kommen, so fallen sie vom Baum herab und sind bereits vollkommen ausgewachsen. Nicht alle überleben diese Prozedur. Die ersten paar Wochen sind eine Übung in der Überwindung von Orientierungslosigkeit. Viele helfen den Sylvari, sich anzupassen.

[Bearbeiten] Sozialverhalten

Die Sylvari haben wie die anderen Völker zwei Geschlechter, fühlen sich aber nicht durch jene definiert. Sie sind in der Lage, Liebe zu empfinden und Beziehungen einzugehen. Diese sind jedoch mehr geistig als körperlich und nicht an Geschlecht oder Volk gebunden. Grundlage für eine Beziehung ist gegenseitige Inspiration. Da alle Sylvari durch den Blassen Baum geboren werden, bekommen Sylvari keine Kinder, was zuletzt auch am Fehlen der inneren (Geschlechts-)Organe liegt.

Innerhalb der Sylvari werden alle Arten wohlwollender Liebe unterstützt. Wenn Liebe die Liebenden stärker macht und sie dazu ermutigt, positive und heroische Taten zu vollbringen, dann sollte sie respektiert und gefeiert werden. Die Sylvari sehen das als nur natürlich an.

Die Sylvari besitzen nach dem Stande ihrer Geburt eigentlich keine richtige Familie, zumindest nicht so, wie es ein z.B. ein Mensch tut. Allerdings darf er sich eine Familie wählen. Sylvari können extrem loyal sein, sobald sie eine Bindung mit einem anderen Lebewesen eingegangen sind. Sie haben außerdem ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu ihrem Volk, nicht nur wegen der empathischen Verknüpfungen, die sie verbinden, sondern weil nur die Mitglieder ihres Volkes verstehen können, was es bedeutet, ein Sylvari zu sein. Diese Bindungen mögen durch geteilte Erfahrungen gestärkt sein oder aber nach langer Zeit geschwächt, wie bei entfernten Cousins, die man nur an Feiertagen sieht. Aufgrund ihrer fehlenden Kindheit haben sie kein Verständnis dafür, so gebrechlich geboren zu sein.

Wichtig beim Verständnis der Sylvari sind verschiedenste Werte. Ehre ist für Sylvari nötig für einen gewissen Grad an Anstand, den die Jugendlichen anderer Völker nicht haben. Sie nehmen ihre Pflichten ernst und leben nach einem persönlichen Kodex. Ihr Justizsystem beinhaltet Duelle und wenn diese nicht länger befriedigen, entscheidet die Weisheit eines ältern Sylvari.

Da die meisten Sylvari jünger als 20 sind haben sie selbst nicht viel erlebt und kennen die Welt nur durch den Traum.Deswegen mag ein Sylvari manchmal Überraschung, Freude und sogar Furcht zum Ausdruck bringen angesichts von etwas, das die meisten Bürger Tyrias als trivial bezeichnen würden. Dies macht sie allerdings nicht naiv; Sie lernen schnell, dass Leute betrügen, dass der Tod schmerzvoll ist und dass das Böse existiert. Trotzdem fühlen sie den Drang, raus in die Welt zu ziehen, anderen zu helfen, Falsches zu berichtigen und vielleicht, eines Tages, das Böse in all seinen Formen zu vertreiben.

Als "Früchte" des Bleichen Baums haben Sylvari eine spezielle Bindung zu Pflanzen. Sie können sich oft in Pflanzen einfühlen und besitzen sogar bestimmte magische Fähigkeiten, die ihnen erlauben, Pflanzen als nützliche Gegenstände, beispielsweise Wälle, Rüstungen und Waffen, wachsen zu lassen. Als eine Art empfindungsfähiges pflanzliches Leben können sie manchmal die Emotionen anderer Sylvari fühlen, wenn die Emotion stark genug ist. Sie erhalten keine Informationen außer dem Gefühl an sich, aber das ist etwas, das alle Sylvari eint und ihnen ein Zusammengehörigkeitsgefühl gibt.

Sylvari existieren vor ihrem Erwachen im Traum der Träume. Während sie in diesem Mutterleib sind, entziehen sie ihrer Mutter, dem Bleichen Baum, Nahrung, und mit dieser Nahrung nehmen sie Wissen über die Welt auf. Der Bleiche Baum sammelt sein Wissen von erwachten Sylvari. Er erfasst die Erinnerungen ihrer Erfahrungen wie ein mystisches Netz, das Blätter in einem Strom erfasst. Je intensiver oder emotionaler eine Erfahrung ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Erinnerung daran das Bewusstsein des Bleichen Baums erreicht und schließlich in den Traum sickert, wo noch nicht erwachte Sylvari sie vielleicht erleben. So mächtig das auch ist, sieht der Bleiche Baum trotz allem nicht jeden Moment jedes Sylvari-Lebens, und er ist nicht allgegenwärtig.

Außerdem haben nicht alle Sylvari im Traum die gleichen Visionen, deswegen erwacht jeder mit einem einzigartigen Fundament an Wissen über die Welt. Der Traum mag Vorausdeutungen enthüllen, die den Beruf und die Talente eines Sylvari vorhersagen. Er mag historische Ereignisse enthüllen, die vielleicht die Persönlichkeit und spätere Entscheidungen des Sylvari beeinflussen. Er mag Wissen über das alltägliche Leben enthüllen, sowohl aus der Gesellschaft der Sylvari als auch von anderen Völkern. Sie sehen viele Dinge aus Tyria und sind deswegen bereit für das leben, wenn sie voll ausgewachsen erwachen und den Bleichen Baum verlassen.

Ein kleiner Anteil erwachter Sylvari erhält schließlich einen Ruf zur Wylden Jagd. Die ersten Hinweise darauf erscheinen manchmal im Traum vor ihrem Erwachen, wenngleich Wenige sie als solche erkennen würden. Ein Sylvari, der zur Wylden Jagd gerufen wird, hat eine besonders wichtige Aufgabe und wird Recke der Wylden Jagd genannt. Die Wylde Jagd bringt große Verantwortung mit sich, aber auch große Möglichkeiten. Die meisten Sylvari nehmen das so ernst, dass sie für diese Mission sterben würden. Die Wylde Jagd eines jeden Sylvari ist einzigarig.

[Bearbeiten] Kultur

Die Kultur der Sylvari basiert auf der Marmortafel des Zentauren Ventari und den Lehren, die er dort hinein gemeißelt hat. Sie halten sich an diese und glauben, dass dies eine Richtlinie für ein "gutes" oder wohltätiges Leben sind. Ein jeder Sylvari hat von Natur aus eine Sehnsucht, in der Welt produktiv zu sein, sich um Tyria zu kümmern und von anderen Völkern zu lernen und mit ihnen zu interagieren, was sie zu recht neugierigen Personen macht. Ventari hat dort sieben Lehren eingraviert über dessen Bedeutung die Sylvari stetig diskutieren.

[Bearbeiten] Politik

Die Anführer der Sylvari sind die zwölf Erstgeborenen, welcher als weiser Rat angesehen wird und der Mutterbaum, welcher eine materielle und auch geistige Verbindung mit den Sylvari hat und mit ihnen spricht. Die Gesellschaft der Sylvari ist aufgeteilt in vier Häuser oder Zyklen:

  • Zyklus der Morgendämmerung: diplomatische und gesprächige Sylvari
  • Zyklus des Tages: gute Problemlöser und mutige Sylvari
  • Zyklus der Abenddämmerung: intelligente und nachdenkliche Sylvari
  • Zyklus der Nacht: stille und verschlossene Sylvari

Jeder Zyklus hat einen Erstgeborenen als Vorsitzenden, sie heißen Aife, Niamh, Kahedins und Malomedies. Diese vier Erstgeborenen, auch Koryphäen genannt, stehen in der Rangordnung noch über den anderen Erstgeborenen und sind für die Führung der Sylvari-Gesellschaft im Ganzen zuständig.

Die anderen Völker reagieren unsicher auf die Sylvari. Dies liegt daran, dass die Sylvari als solche noch ein sehr junges Volk mit sehr kurzer Geschichte sind. Wenn sie auf die Welt kommen, sind sie bereits vollkommen ausgewachsen und besitzen ein seltsames Verständnis für die Welt. Nicht zuletzt auch, weil ihre Physiologie auf der der Pflanzen basiert, weshalb man noch versucht, dieses Volk zu verstehen.

[Bearbeiten] Galerie

[Bearbeiten] Trivia

  • Das Wort Sylvari hat seine etymologischen Wurzeln im Lateinischen, wo das Wort silva soviel wie Holz, oder Wald bedeutet.

[Bearbeiten] Quellen

Spielbare Völker
AsuraCharrMenschNornSylvari
Englische Bezeichnung: Sylvari
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