Kodan
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Hinweis: Dieser Artikel ist eine Übersetzung des ArenaNet-Blog-Beitrags The Wisdom and Power of the Kodan. |
Die Kodan sind großgewachsene, aufrecht gehende eisbärenähnliche Wesen. Ihre Städte sind auf Eisbergen gebaut und mit Segeln ausgestattet, um sich im arktischen Meer fortzubewegen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Überblick
Die Kodan liegen zur Zeit mit ihren schwimmenden Städten am südlichen Rand des Eismeeres in den Häfen der nördlichen Zittergipfel. Sie sind zwar ähnlich groß wie die Norn, doch keineswegs verwandt oder von selber Abstammung. Die Kodan stammen aus den nördlichen Polarregionen, wo sie mehrere Jahrhunderte auf ihren seetauglichen Eisfestungen als eine Art großer Familienbund lebten.
Dieses Verhalten unterscheiden die ebenfalls kriegerischen Kodan von den Norn. Die Norn leben allein und kümmern sich nur um sich selbst. Andere Norn oder Lebewesen interessieren sie wenig. Sie ehren nur die Natur. Die Kodan sind ebenfalls sehr naturverbunden, doch sind sie auch sehr fürsorglich und handeln stets zum Wohle der Allgemeinheit. Außerdem sind die Kodan keine Gestaltwandler, es existiert nur eine einzige Form von ihnen.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Kodan stammen ursprünglich aus den nördlichen Polarregionen. Aufgrund der begrenzten Ressourcen trieb es sie an den äußeren Polarkreis. Sie bauten ihre Städte auf großen Eisbergen und statteten sie mit Segeln aus, um sich im kargen Eismeer fortbewegen zu können. Nur selten legten sie am Festland an, auch nur um ihre Vorräte aufzufüllen. Bis auf ein paar Handelsbeziehungen konnten sie wenige Freundschaften pflegen.
Das Auftauchen Jormags stellt eine Wende in der Geschichte der Kodan dar. Die Beutezüge des Drachens drängten die Kodan bis zu den nördlichen Zittergipfeln. Dort fanden sie wertvolle Verbündete, die Norn. Sie verfolgten dieselben Ziele und kämpfen nun Seite an Seite mit ihnen gegen die Drachen.
[Bearbeiten] Gesellschaft
Die Kodan leben in Stämmen auf ihren schwimmenden Eisfestungen in Harmonie. Konflikte zwischen Individuen gibt es hin und wieder, doch in der Regel fühlen sich die Kodan über solche Dinge erhaben. Das Wohl der Allgemeinheit und das Gleichgewicht ist wichtiger als die Wünsche eines Einzelnen. Jede Eisfestung wird von zwei Kodan, der Stimme und der Klaue, geführt, welche im Idealfall gemeinsam auf Lebenszeit gewählt werden und von denen einer beim Tod des anderen freiwillig sein Amt niederlegt.
[Bearbeiten] Die Klaue
Die Klaue ist der Repräsentant des Führungsduos. Er zeichnet sich durch Charisma, sowie Stärke im Kampf und der Führung aus. Er kümmert sich um die alltäglichen Belange einer Kodangemeinschaft und um die Sicherheit dieser. Er ist in der Öffentlichkeit präsent und unterhält eine kleine Garde, welche die Sicherheit der Gemeinde gewährleistet und bei den seltenen Auseinandersetzungen unter der Bevölkerung eingreift. Außenstehende, die mit der Kodankultur wenig vertraut sind, halten die Klaue für den „Herrscher“ eines Kodanstamms. Doch die Klaue hat noch eine zweite Aufgabe, welche sogar wichtiger als die erste ist. Er dient als die Vermittlung zwischen dem Volk der Kodan und seinem Kollegen, der „Stimme“. Die Aufgaben der Stimme isolieren sie von der Außenwelt und so ist es die Aufgabe der Klaue, der Gemeinde den Willen Kodas zu verkünden. Die Kodan glauben, die Schicksale der Stimme und der Klaue seien miteinander verknüpft und der Fehler eines der beiden belaste beide und müsse auch von beiden gebüßt werden. Daher dient die Klaue ihrem Volk sehr gewissenhaft, denn ihr Versagen würde nicht nur ihr selbst oder ihren Untergebenen schaden, sondern auch der Stimme, der Seele der Gemeinde.
[Bearbeiten] Die Stimme
Die Stimme der Kodan wird wegen ihrer tiefen spirituellen Verbindung zu Koda und des Verständnisses für seinen Willen erwählt. Sie ist Hohepriester und Hüter der Geschichte eines Stamms, indem sie – geistig – Aufzeichnung über alle wichtigen Ereignisse für ihre Gemeinde führt und dieses Wissen, kurz vor ihrem Tod, an ihren Nachfolger weitergibt. Da die Stimme von einem kleinen Kreis von Kodaschamanen unterstützt wird, geht in der Regel auch bei einem plötzlichen oder vorschnellen Tod einer Stimme kaum Wissen verloren. Da die Stimme allerdings die heiligen Ritualkammern selten verlässt, scheidet sie meist deshalb aus dem Amt, weil ihre „Klaue“ verstirbt.
Es ist die Aufgabe der Stimme, Kodas Willen zu ergründen und so seinem Stamm spirituell Rat und Führung zu gewähren. In dieser Hinsicht ist die Stimme gesegnet und allwissend, sie genießt uneingeschränkte Authorität und Erhabenheit über jeglichen Fehler, Zweifel und Sünde. Sie können Gesetze erlassen und Urteile von beachtlicher Tragweite fällen, da sie im Stande sind, jederzeit Kodas Willen auszulegen.
Leider können die Rituale und Meditation, und vor allem die Tatsache, dass der Geist der Stimme ständig den Nebeln geöffnet sein muss, dazu führen, dass die Stimme labil wird. Nur durch den Willen Kodas bleibt die Stimme in der Realität verankert und fähig, ihre Aufgabe zu erfüllen. Nur durch die logische Interpretation seitens der Klaue gewinnt der Mystizismus der Stimme genug Struktur, um das Leben eines Stamms durch Gesetze zu regeln. Selten passiert es, dass die Stimme komplett von ihren Visionen überwältigt und wahnsinnig wird. Diese Krankheit wird „Kodas Wut“ genannt und die Zeit ihres Auftretens „Die Zeit der Prüfung“. Während dieser Zeit, so glauben die Kodan, erprobt Koda persönlich die Stärke und die Spiritualität der Gemeinschaft. In der Regel stirbt die Stimme wenige Jahre nach der Zeit der Prüfung, da ihr Körper der Belastung und dem Wahnsinn nicht länger standhält. In diesem Moment glaubt sich die Gemeinschaft von allen Sünden befreit, von Koda persönlich gerichtet und zur Ordnung zurückgebracht.
[Bearbeiten] Religion
[Bearbeiten] Schöpfungsmythos
Die Kodan glauben an Koda, den Schöpfer der Welt, der über allem anderen steht. Sie glauben, dass jedes Sein in Form von Geistern seit Anbeginn existierte und einige von ihnen materielle Gestalt annahmen, während andere bis heute noch immer als Geister verweilen. Doch eines Tages fragte sich ein Geist in Form eines Bären, warum die Geister der Welt so chaotisch und ruhelos sind; er sah keinen tieferen Sinn in dem endlos andauernden Zyklus des Sein und der Zerstörung. Und so lernte er zu sprechen, als er Koda mit seinen ersten Worten fragte: „Warum ist dem so?“. Und Koda war sehr angetan von dem Bär und sprach: „Ich mache dir ein Angebot, sieh und lerne, wenn du kannst, denn du sollst die Geister dieser Welt beschützen und führen“. All die Bären, die Koda lobpreisten und sein Angebot annahmen, wurden zu den Kodan und all jene, welche noch nicht bereit waren, führten ihr Leben als Bär weiter.
[Bearbeiten] Wiedergeburt
Die Kodan glauben, dass alles Sein wiedergeboren wird, jedoch nur innerhalb ihres Volkes: Ein Charr wird als Charr wiedergeboren, ein Mensch wird als Mensch wiedergeboren. Die einzige Ausnahme ergibt sich, wenn ein Wesen zu solcher Weisheit und Erleuchtung gelangt ist, dass es sich weiterentwickeln kann. Dann wird es als Wesen des nächsthöheren Volkes wiedergeboren. Sie selbst sehen sich als das höchste Volk auf dieser Welt und als die einzige, die dieses „Gleichgewicht“ versteht. Da sich die Kodan als Beschützer jenes Gleichgewichts sehen, rechtfertigen sie damit oft ihr Tun und schrecken, wenn notwendig, selbst vor Gewalt nicht zurück, um es zu erhalten.
[Bearbeiten] Zwergen-Kontroverse
Derzeit herrscht unter den hohen Schamanen der Kodan eine hitzige Diskussion über das Schicksal der Zwerge. Sind die Zwerge zu einen höheren Wesen als selbst die Kodan aufgestiegen und noch näher an Koda gekommen oder sind sie in endlose Tiefen gestürzt und wurden deshalb von der Oberfläche Tyrias getilgt.
[Bearbeiten] Die Verlorenen Stämme
Die Legenden der Kodan erzählen von einem langen und heftigen Sturm. Die Stimmen, Seher und spirituellen Anführer der Kodan, geboten, den Sturm auszusitzen, denn mit ihren dicken, weißen Fellen waren die Kodan sicher. Doch nach mehreren Monaten Sturm, in denen man nicht jagen konnte, ertönte das magengrummen durch die Hallen der Kodan wie Bärenbrüllen. Und es erhob sich eine Klaue, welche ohne Stimme war, und sprach: „Fell oder kein Fell, Sturm oder kein Sturm, ein Jäger muss jagen.“ Und er führte viele in den Süden, wo der schnee leichter war und sie wurden nie wieder gesehen. Obwohl die Kodan nicht an eine Verbindung oder Verwandschaft mit den Norn glauben, so interpretieren einige Schamanen die alten Geschichten dennoch so, dass es sich bei den Norn um die verlorenen Stämme handelt. Das sollen „fehlgeleitete“ Kodan sein, die ihre Verantwortung für das Gleichgewicht vergessen haben sollen und ihre wahre Bärengestallt gegen eine fragile, haarlose Form eingetauscht haben. Manche Auslegungen gehen sogar so weit zu behaupten, die Norn seien ein Volk, dass sich im Kreislauf der Reinkarnation rückwärts, zu Zerstörung und Primitivem hin entwickelt, und am Rand der Auslöschung sei.
[Bearbeiten] Trivia
- Der Glaube der Kodan an die Wiedergeburt weist Parallelen zum Hinduismus und bedingt zum Buddhismus auf. Insbesondere die Abhängigkeit der Wiedergeburt von der Qualität der Handlungen im vorherigen Leben entspricht dem Karma.
[Bearbeiten] Galerie
Ein Kodan und die Norn Eir Stegalkin